Everything you don´t learn in the lab
Als WissenschaftlerIn gesellschaftliche Wirkung erzielen
Themengebiet
Wissenschaftskommunikation/ Karriereentwicklung
Format
Online oder in-house workshop
Arbeitsaufwand
Online: 3 x 2.5 h-Webinare plus Selbstlernphase auf unserer Lernplattform
In-House: 1.5 Workshoptage
Trainer
Philipp Gramlich
Zielgruppe
Promovierende, Postdocs, Gruppenleitungen und ProfessorInnen
Kurz zusammengefasst
Wie können WissenschaftlerInnen ihr Wissen, ihre Werte und ihr öffentliches Engagement in gesellschaftliche Wirkung umsetzen, ohne ihre wissenschaftliche Integrität aufzugeben oder ihre Karriere zu gefährden?
Beschreibung
Als WissenschaftlerIn können Sie sich an öffentlichen Debatten beteiligen, PolitikerInnen beraten, mit NGOs zusammenarbeiten, die Medien kontaktieren oder eigene Initiativen starten. Solche Fragen werfen jedoch schwierige Fragen auf. Wie weit können Sie gehen, ohne die wissenschaftliche Objektivität zu gefährden? Wie kommunizieren Sie in polarisierten Debatten? Wie erreichen Sie Menschen, die Ihre Weltanschauung ablehnen? Und kann gesellschaftliches Engagement Ihre Karriere stärken, statt ihr zu schaden? In diesem interaktiven Workshop erkunden wir, wie WissenschaftlerInnen strategisch und glaubwürdig mit der Gesellschaft interagieren können. Ziel ist es nicht nur, Ihre Forschung verständlicher zu machen, sondern auch, Ihren wissenschaftlichen Hintergrund zu nutzen, um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
Kursinhalte
Wissenschaft, Werte und Engagement: Definieren Sie Ihre Rolle in der Gesellschaft
- Können WissenschaftlerInnen glaubwürdig bleiben, wenn sie sich für politischen oder gesellschaftlichen Wandel einsetzen?
Öffentliche Debatte, Polarisierung und Politik
- Phasen einer öffentlichen Debatte und deren Einfluss auf Timing und Kommunikationsstil.
- Analyse der Interessen verschiedener Stakeholder in einer öffentlichen Debatte.
- WissenschaftlerInnen in einer polarisierten Debatte: Argumentationsstrategien für Situationen, in denen Fakten, Interessen und Werte aufeinanderprallen.
Wissenschaftskommunikation und Medien: Ein Werkzeugkasten für gesellschaftliche Wirkung
- Warum hört Ihnen niemand zu, wenn Sie wie im Hörsaal sprechen?
- Der Wechsel zwischen wissenschaftlichen Details und dem Gesamtbild, ohne die Wissenschaft zu stark zu vereinfachen.
- Die Storyline finden, die für Ihr Publikum relevant ist.
- Ihr Thema effektiv in den Medien kommunizieren.
Was bedeutet das für Ihre Karriere?
- Gesellschaftliches Engagement als fester Bestandteil Ihres beruflichen Profils und nicht nur als Nebentätigkeit.
- Netzwerke und Allianzen außerhalb der Wissenschaft aufbauen, indem Sie sich an politische Entscheidungsträger, NGOs, JournalistInnen und andere Multiplikatoren wenden.
Von der Wissenschaft zur gesellschaftlichen Wirkung: Ein Beispiel aus der Praxis
Stichting Turfvrij, gegründet von Karin und Philipp, liefert ein konkretes Beispiel für viele der Herausforderungen, die in diesem Workshop behandelt werden. Was als wissenschaftliche Aufklärungsarbeit zu einem vernachlässigten Umweltproblem begann, entwickelte sich zu intensiver Medienarbeit, politischer Interessenvertretung, Parlamentsdebatten und Verhandlungen mit Regierung und Industrie. Dieses Fallbeispiel verdeutlicht damit sowohl die Chancen als auch die schwierigen Entscheidungen, die mit dem Versuch einhergehen, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlichen Wandel umzusetzen.
Weitere Informationen und nächste Schritte
Möchten Sie sich vor dem Workshop bereits näher mit dem Thema auseinandersetzen?
In unserer Karrierekolumne Bitte keine WissenschaftlerInnen berichten wir über die Situation, dass WissenschaftlerInnen aufgrund ihrer Kommunikationsweise in manchen Diskussionsrunden nicht gern gesehen sind.
Wenn Sie mehr über die Geschichte unserer Stiftung erfahren möchten, besuchen Sie unsere Homepage und unsere LinkedIn-Seite.
Haben Sie Interesse an diesem Workshop? Kontaktieren Sie uns gern, wir besprechen die Möglichkeiten mit Ihnen.