Berufe an der Hochschule: Fachhochschul- Professor

FH ProfessorWer an eine akademische Karriere denkt, hat dabei oft nur die Universitäten im Blick und vergisst die Fachhochschulen (FH, heute meist „University of Applied Science“). Die Unterschiede sind nicht nur namentlich sondern gehen deutlich tiefer: Vorlesungen, eigene Forschung im Hause sowie der Mittelbau fehlen fast gänzlich, so dass die FH-Professoren mit dem Begriff Hochschullehrer sehr gut beschrieben werden. Die Lehre ist der Hauptteil der Arbeit und wegen dem fehlenden Mittelbau muss man mehr selbst anpacken. An den FHs können Bachelor und Master Abschlüsse gemacht werden, zur Promotion muss die FH Absolventin dann an die Universität gehen. Der Professor muss Erfahrungen und ein großes Netzwerk außerhalb des Hochschulbetriebes mitbringen, da Forschungspraktika und Masterarbeiten sehr oft in der Industrie absolviert werden. Fünf Jahre Berufserfahrung nach dem Studienabschluss, davon drei außerhalb der Hochschule, sind für FH Professoren Pflicht. Die Qualität der Lehrveranstaltungen (im Seminarstil) muss bei der Bewerbung vor einem gemischten Gremium von Studenten und Professorinnen unter Beweis gestellt werden.

Die Professuren sind in der Regel nach W2 vergütet. Meist arbeitet man drei Tage an der Hochschule, der vierte Tag dient der Vorbereitung und Korrektur. Der fünfte Tag ist frei von Verpflichtungen seitens der Hochschule, oft wird dieser genutzt um Industriekontakte aufrecht zu erhalten, etwa als Berater, Gutachter oder Selbständiger. Man ist also insgesamt flexibel und kann diesen Beruf gut mit privaten Verpflichtungen und Nebentätigkeiten verbinden.

„Wollen Sie mehr über Berufe an der Hochschule wissen? Dann können Sie hier weiterlesen.“

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