Ein paar Gedanken zu geschlechtergerechter Sprache

Es wurden eine Reihe an Methoden entwickelt, um Leserschaften (m/w) beiderlei Geschlechts mit Respekt entgegenzutreten, dem sog. Gendering. Meist wird ein Text dadurch offiziös und klobig. Man denke nur an Binnenmajuskel (ja, das sollten Sie öfter mal tun, allein schon wegen dem tollen Wort) wie jedeR Koch!n. Wie der Name ScienceMums schon andeutet, respektieren und unterstützen wir die Ziele hinter dem Konzept der geschlechterneutralen Sprache.

Wir wollen aber auch, dass Sie unsere Texte genießen können, ohne dass sich Goethe in seinem Grabe umdrehen muss. Deshalb haben wir uns entschieden, einen modernen amerikanischen Einfluss aufzugreifen: Beim Einbinden abstrakter Personen in einen Text wird deren Geschlecht zufällig gewählt. Z. B. „Stellen Sie sich vor, Ihre beste Mitarbeiterin gesteht Ihnen einen Riesenschnitzer ein.“ Oder eben: „Stellen Sie sich vor, Ihr bester Mitarbeiter gesteht Ihnen einen Riesenschnitzer ein.“ Glauben Sie uns, nach ein paar Jahren Kontakt mit Geschlechter-Themen sind wir noch über keine Methode gestoßen, mit der man wirklich niemandem auf die Füße treten würde. Das ist unsere Lösung, Sensibilität für Geschlechterthemen und Lesbarkeit zu vereinbaren, wir hoffen Sie genießen unsere Texte über Physikerinnen und Biologen!