Book review: “Per Netzwerk zum Job” (German)

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Ein Buch das Studenten und Doktoranden aller Fachrichtungen das richtige Werkzeug an die Hand geben will, um übers Netzwerken zum ersten Job zu finden. Gelingt es der Autorin, dieses bedeutende Thema für Germanisten, Biologen und Informatikerinnen gleichsam ansprechend darzustellen? Haben all diese verschiedenen Fachrichtungen überhaupt dieselben Ziele und Probleme bei der Jobsuche und beim Netzwerken?

NetzwerkenJa, das klappt sogar hervorragend. Es werden alle Themen allgemein vorgestellt und an ausgewählten Punkten einzelne Fachgruppen mit ihren Besonderheiten herausgegriffen. Und dabei geht die Autorin weit über plattgetretene Klischees hinaus. So werden etwa die MINT Fächer hinsichtlich der beruflichen Situation genauer betrachtet. Und das nicht nur nach „guten“ oder „schlechten“ Aussichten, sondern auch nach den verschiedenen Typen Arbeitgebern, die für die einzelnen Fachrichtungen in Frage kommen. Da hat die gelernte Islamwissenschaftlerin Ute Blindert im Verlaufe ihrer eigenen Karriere die Nase tief in viele verschiedene Themen und Fachbereiche gesteckt.

Auch praktische Tipps, wie man sich selbst managen kann, werden gegeben. Auch hierbei werden oft mutige, kreative und unkonventionelle Lösungen angeboten und nicht selten alte Denkmuster infrage gestellt:

„Bewerbungen werden oft als Ausrede genutzt, wenn es mit dem Jobeinstieg nicht klappt. „Ich habe schon 50 Bewerbungen geschrieben, bekomme aber keine Resonanz darauf.“ Übersetzt heißt das: „Ich habe doch ganz viele Fleißpunkte, jetzt muss ich doch endlich eine Belohnung bekommen.“

Ein knappes Kapitel beschreibt die Bewerbungsunterlagen, die ja die Grundlage für ansprechende Profile auf LinkedIn und Xing darstellen. Auch hier verliert sich die Autorin nicht in verschwurbelten wenn-aber-hätte-könnte Konstruktionen, sondern sagt klar ihre Meinung dazu, wie es gemacht werden sollte. Hier kann den Lesern geraten werden, die Aussagen zu hinterfragen und auf ihre individuelle Situation anzupassen- jeder Bewerbungsratgeber vertritt zu dem Thema andere Meinungen.

Das Layout soll die junge Zielgruppe ansprechen. Viele verschiedene Schrifttypen und -größen auf derselben Seite, ein auffälliges lila für Hervorhebungen sowie Kernaussagen im Plakatstil. Das kann die Aufmerksamkeit sehr aktiv steuern, aber auch ablenkend wirken.

Die weiteren Kapitel beschreiben das Netzwerken in den Social Media, im realen Leben, und was genau bei Arbeitgebern „hinter den Kulissen“ auf Talentsuche passiert. Es ist somit ein thematisch kompakt gefasstes Buch, das innerhalb dieser Thematik sehr viele weitere Hilfestellungen an die Hand gibt: hilfreiche Links, Umgang mit neuesten Tools oder Vorstellung aller „Spieler“ auf dem Markt der Jobsuche wie etwa den Headhuntern, um nur ein paar Punkte zu nennen.

Empfehlung: kaufen, lesen und vor allem: Netzwerken!

Philipp Gramlich

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