Archive | October, 2016

LJ 09_2016

(Deutsch) I will break your fingers

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Freitagmorgen, 11:30 Uhr, Eingang des Biologiegebäudes. Ich versuchte mich zu orientieren: „Wie war das? Nach dem Empfang links, danach zu Fuß in den dritten Stock…“

Etwas später betrete ich ein geräumiges Labor, viel größer als unser eigenes. Aus einem Lautsprecher dröhnt Coldplay´s The Scientist, so dass Chris Martins Fistelstimme den Raum mit einer Atmosphäre tragischer Sehnsucht erfüllt. Irgendwie klingt es sorglos und passt damit zur Unordnung im Labor.

Im Gegensatz zu unserem Labor scheint hier jeder Mitarbeiter seinen eigenen Labortisch zu haben. Ich bin verblüfft! Die beiden Reihen einzelner Arbeitsplätze erscheinen mir als Triumph von durchdachtem Design und Schönheit – mit genug Raum, um zu atmen und sich zu konzentrieren.

An einem der Schränke über einem Labortisch hängt ein Blatt Papier: „I will break your fingers if you touch that!“, steht darauf. Pfeile weisen auf verschiedene Stellen auf dem Tisch.

„Wow, das ist aber ziemlich direkt“ bemerke ich.

„Ja, das ist es wirklich“, sagt ein kleiner, blonder Kerl und zuckt dabei mit den Schultern.

Am Ende des Raumes sehe ich dunkles, lockiges Haar über einem Tisch. Das muss Mike sein. Ich gehe auf ihn zu.

„So, hier arbeitest Du also“, stelle ich nicht ganz neidlos fest.

„Hey, Karin, ja. Alles meins!“, sagt er mit dem Stolz des kleinen Mannes, während er auf die 90 cm Tisch vor sich deutet.…

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Homer goes Nature

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Schon als ich meinen Fuß in die Tür setze fällt mir die Kinnlade auf den Boden. Wow, unser gesamtes Labor würde mindestens viermal in dieses Büro passen. Es gibt eine Ecke mit Sofas, einen großen Konferenztisch mit Projektor, an dem leicht 20 Leute Platz finden können und noch eine Menge Computer und Drucker. Die Wände sind mit gerahmten Titelseiten von Magazinen wie Nature und Science bedeckt. Ich habe die geheiligten Hallen eines Professors betreten, der es eindeutig geschafft hat.

Ganz klar, ich habe die geheiligten Hallen eines Professors betreten, der es eindeutig geschafft hat. In einer Ecke ist eine Kochnische mit einer modernen Kaffeemaschine. Einige Leute unterhalten sich dort, also gehe ich zu ihnen, um zu fragen wo Felix ist. Ich warte auf eine Gesprächspause, bis ich etwas sagen kann. Ein kahler Mann mittleren Alters, der aussieht wie Homer Simpson, mit seinem viel zu kurzem Polohemd und einer Tüte Chips in der Hand bemerkt mich zuerst. Bevor ich etwas sagen kann erhalte ich den Hinweis: „Keine Chemikalien im Büro, junge Dame.“

„Aber ich bin auf der Suche nach einem gewissen Felix“ entgegne ich.

Ich habe die geheiligten Hallen eines Professors betreten, der es eindeutig geschafft hat.

Homer Simpson schaut in die Runde seiner viel jüngeren Gesprächspartner, scheinbar in der Erwartung dass mich einer von denen aufklären wird.

„Wahrscheinlich im Labor“ sagt ein großer, blonder Kerl.

Ich schaue in Richtung der Glastür, die vom Büro direkt ins Labor führt. „Du kannst mit den Chemikalien hier nicht durch, geh einfach über den Gang ins Labor“ sagt Homer Simpson mit einem freundlichen aber bestimmten Ton, als er mir die Türe zum Korridor weist.…

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Philipp Gramlich podcast

Podcast: How to find your dream job

How to find your dream job? First of all you need to get to know yourself. This is the personal inventory that Tina talked about in podcast #4. Now in order to find a dream job, your own personal dream job, you need to know about the other side as well, the job market. When thinking about this I always have comments like these ringing in my ears: “I´ll soon finish my PhD, but there are not many jobs for us out there. I don´t want to be prof, don´t want to marry a science subject. And industry seems too slick for me!”

I guess you can anticipate what I want to boil down to? Look at the whole iceberg, not just its tip. Get inspiration from looking at the entire picture and see the whole variety of jobs that is out there for you. And even if you feel like you already have set your eyes on a dream job, you might find out that there are more options which fit you even better or you learn more precisely why it is after all, really your dream job you´re currently eyeballing.

Looking at the tip of the Iceberg without looking below the surface can of course lead to frustration, such long studies for just a handful of different career paths? In fact, the “classical” job paths mentioned above only cater for less than half the graduates. But where do all others end up? After all, there are really not many long-term unemployed scientists out there?…

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