Archive | May, 2016

LJ kurzgeschichten

220 Shades of Grey

Wednesday 5:45h, Munich airport. I am at gate 16, Air Berlin. Life is grey, blue, black. Mostly grey. So many men. So many suits. So many shirts. So many shiny shoes. A few pairs of jeans, below a practical Jack Wolfskin coat. Tech staff or engineers I presume.

I am sitting, staring at the passengers I will soon share an airplane with. I smell Axe, Adidas, Chanel for men. Some look at me, flirt. I wonder if they find me attractive or if it´s just the lack of alternatives. I am the only woman between so many men. We sit, we wait and nip from our coffee.pexels-photo-53265

The stewardess starts to call for boarding. First all the people having something to do with the frequent flyer or Sky programme.

All of a sudden I see purple. It is lively, beautiful, refreshing, business…feminine. High purple heels, tights, a purple skirt, a yellow top and a purple blazer. Oh what beautiful clothes. You make this picture shine! My eyes move up. A wrinkly skin, heavy lipstick and eyes looking annoyed. You express misery. A grumpy man I would not have noticed, but you are in the spotlight. A light of misery in the dark. A purple dot in a sea of grey. Poor you!

I am boarding the aircraft. Row 26, seat B. Seat A and C are occupied by men. One helps me out of my coat, the other stores my backpack in the luggage compartment. Daddy instinct or potential sex partner?…

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Nachrichten aus der Chemie_ NaturalScience.Careers

A typical case (German)

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Am Forschungsinstitut kündigt ein Banner den „Career day for young scientists” an, der ein paar Tage später stattfinden soll. Nachwuchswissenschaftler haben ein tolles Programm zusammengestellt: Sprecher von Pharmariesen, Biotechunternehmen, aus dem Patentrecht und einem Start-up werden dabei sein. Als eine Doktorandin aus meinem Seminar „Women and Career“ dann am späten Nachmittag berichtet, dass sie dieses Meeting organisiert hat, bKarin Bodewits_Nachrichten aus der Chemie_ April 2016in ich überrascht, dass sie erst jetzt davon erzählt. Ich hatte diesen Karrieretag bereits mehrmals während unseres Seminars erwähnt: als Paradebeispiel für eine Veranstaltung, bei der man Kontakte außerhalb der Uni aufbauen und Visitenkarten ergattern kann. Auch sei die Organisation einer solchen Veranstaltung eine tolle Gelegenheit, den eigenen Lebenslauf zu bereichern. Vielleicht hielt es die Doktorandin für nicht angebracht, zu erwähnen, dass sie selbst die Organisatorin ist.

Ich werde die Vorträge nicht moderieren, ich bin keine gute Sprecherin

Interessiert frage ich sie, welchen der Sprecher sie ankündigen würde und ob sie diese zufällig ausgewählt oder potenzielle Arbeitgeber bevorzugt hätte. „Ich werde die Vorträge nicht moderieren, ich bin keine gute Sprecherin“ sagt sie. Ich bin überrascht. Oder vielleicht enttäuscht, weil sie auf meine Frage antwortet wie viele andere Naturwissenschaftlerinnen. „Sie werden gar keinen Vortrag anmoderieren?“ frage ich, „wer dann?“ „Ein Kollege aus meinem Labor“, antwortet sie. Ich frage nach, ob er an der Organisationbeteiligt sei. Ist er nicht. „Sie haben also wirklich diesen fantastischen Karrieretag organisiert, um dann selbst am Kaffeeausschank zu stehen und Ihrem Kollegen die Lorbeeren zu überlassen?“ frage ich nach.

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